Additive Fertigung · Metall und Stahl
Additive Fertigung in Metall und Stahl: Was sich bei Flansch, Formstück, Rohr, Armatur und Ersatzteil technisch machen lässt
Die Frage „Kann man das drucken?“ hat für jede Bauteilklasse des Rohrleitungsbaus eine eigene technische Antwort. Sie hängt an Geometrie, Größe, Werkstoff und an dem, was das Teil leisten muss – und an der ehrlichen Rechnung gegen das geschmiedete, gewalzte oder gegossene Normteil. Diese Seite geht die Bauteilklassen durch, nennt je Verfahren Ampel, Grund und Weg, erklärt die technischen Gründe hinter den Ampeln und zeigt, warum die Reparatur durch Auftragschweißen der einfachste Fall ist. Was das Regelwerk dazu sagt, steht auf der Nachbarseite.
- Normteile
- Flansch, Bogen, T-Stück, Reduzierung, Rohr: technisch möglich, wirtschaftlich sinnlos
- Sinnvoll
- Armaturengehäuse und Innenteile, Laufräder, Sonderteile mit Innenkanälen
- Reparatur
- Laser- oder Lichtbogenauftrag auf das Bestandsteil
- Technische Gründe
- Porosität, Anisotropie, Eigenspannungen, Oberfläche, Bauraum, Prüfbarkeit, Kosten
- Prüfung
- Computertomografie, wo Ultraschall an der Oberfläche scheitert
- Zickwolff
- liefert das Normteil – ab Lager oder auf Bestellung
Flansche, Bögen, T-Stücke, Reduzierungen, Rohre: technisch möglich – und trotzdem nicht sinnvoll
Ein Flansch DN 50 passt in jedes Pulverbett. Er wird gebaut, spannungsarmgeglüht, von der Platte getrennt, die Dichtfläche und die Bohrungen werden zerspant – und am Ende hält man ein Teil in der Hand, das ein Vielfaches des Schmiedeflansches gekostet hat, dessen innere Dichtheit erst eine Computertomografie beweist und das keine Produktnorm kennt. Das ist die Lage bei allen Normteilen: Bögen und T-Stücke werden aus Rohr warm geformt oder aus Blech gepresst und geschweißt, Reduzierungen gedreht oder gezogen, Rohre gewalzt oder längsnahtgeschweißt in Meterware. Jedes dieser Verfahren ist dichter, schneller und um Größenordnungen günstiger als der schichtweise Aufbau. Technisch „gelb“ also – es geht –, in der Praxis nie die Wahl. Die eine Ausnahme sind Sonderabzweige und Verteiler mit innenliegenden Kanälen, die sich nicht bohren lassen: dort beginnt der Nutzen, und dort endet der Normteilbereich.
| Bauteil | Technisch | Grund | Normativ | Grund | Unser Weg |
|---|---|---|---|---|---|
| Flansch | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | bis etwa DN 100 im Bauraum möglich, Dichtfläche muss zerspant werden – Schmiedeflansch ist um Größenordnungen günstiger | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | EN 1092-1 verweist auf Schmiedestücke, Gussstücke und Blech als Erzeugnisformen – ein additiv gebauter Flansch ist kein Flansch nach Norm, auch wenn Maße und Werkstoffnummer stimmen – als drucktragendes Teil braucht er ein Einzelgutachten nach DGRL | Normflansch ab Lager – geschmiedet, bescheinigt, in jeder Größe lieferbar |
| Bogen | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | bis zur Bauraumgrenze baubar, Wanddicke und Innenoberfläche nachzuweisen – kein Gewinn gegenüber dem geformten Bogen | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | EN-10253-Formstücke werden aus Rohr oder Blech gefertigt – ein gedruckter Bogen steht außerhalb der Produktnorm und in der Druckleitung ohne Gutachten außerhalb von EN 13480 | nahtloser oder geschweißter Bogen nach EN 10253 ab Lager |
| T-Stück | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | der eine sinnvolle Fall: Abzweige und Verteiler mit innenliegenden Kanälen, die sich nicht bohren lassen | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | wie beim Bogen: keine Produktnorm erfasst die additiv gebaute Form – Sonderabzweige mit innerer Geometrie sind der eine Fall, in dem der Druck Nutzen bringt – als Sonderteil mit Gutachten | T-Stück nach EN 10253 ab Lager – Sonderabzweige als geschmiedetes oder geschweißtes Sonderteil |
| Reduzierung | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | rotationssymmetrisches Teil – Drehen aus Stangenmaterial ist schneller, günstiger und dicht | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | wie beim Bogen – die Reduzierung ist in jeder Kombination ein Normteil ab Lager | Reduzierung nach EN 10253 ab Lager |
| Rohr | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | lang, dünnwandig, in Längen – weder Bauraum noch Wirtschaftlichkeit | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | Rohrnormen definieren gewalztes oder geschweißtes Rohr in Längen – additive Fertigung hat hier gar keine Erzeugnisform | Rohr nach EN 10216/10217 ab Lager, kurze Sonderstücke aus Stangenmaterial gedreht oder geschweißt |
| Armaturengehäuse | geht / zulässig | kleine und mittlere Gehäuse mit inneren Strömungswegen – das Verfahren der TUEV-zertifizierten Druckteile | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | Armaturengehäuse sind nach EN 1503 gegossen oder geschmiedet – ein gedrucktes Gehäuse ist als Sonder- oder Ersatzteil mit Einzelgutachten und Herstellerqualifikation möglich – zertifizierte Hersteller gibt es | Ersatzteil über den Armaturenhersteller (KSB fertigt zertifizierte Druckteile additiv), sonst Standardarmatur ab Lager |
| Armatureninnenteil | geht / zulässig | Kegel, Käfige, Sitze und Geräuschminderungs-Innenteile mit Innenkanälen – etabliert | geht / zulässig | Innenteile sind Herstellerteile ohne Produktnorm – die Qualifikation des Herstellers entscheidet, nicht eine Norm – nicht drucktragend, daher kein DGRL-Werkstoffgutachten | Ersatzteil über den Hersteller, additiv gefertigt, wo er es anbietet |
| Laufrad | geht / zulässig | geschlossene Laufräder mit gekrümmten Kanälen – die Referenzanwendung | geht / zulässig | der Paradefall: Herstellerteil, nicht drucktragend, Geometrie, die der Guss schwer kann – bei KSB seit Jahren additiv qualifiziert | Ersatz-Laufrad über den Pumpenhersteller |
| Sonderformteil oder Verteiler | geht / zulässig | Verteiler, Adapter, Wärmetauscherkerne mit Innenkanälen – wo sich das Verfahren lohnt | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | keine Produktnorm greift ohnehin – das Teil ist eine Einzelkonstruktion – unter der DGRL braucht es ein Werkstoffgutachten und ab Kategorie I die Konformitätsbewertung mit dem Druckgerät, zu dem es gehört | additive Fertigung mit Einzelgutachten – oder konventionelle Sonderfertigung (geschmiedet, gedreht, geschweißt), wo die Geometrie es zulässt |
| Reparatur durch Auftragschweißen | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | Pulverbett kann nicht auf ein Bestandsteil aufbauen | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | Auftragschweißen auf ein Bestandsteil ist additive Fertigung unter dem Regelwerk des Schweißens – qualifiziertes Verfahren, geprüfter Schweißer oder Bediener, ZfP der Auftragung – die älteste und am besten geregelte Form | Reparatur durch einen qualifizierten Schweißbetrieb – oder Ersatz durch das Normteil ab Lager |
Armaturen, Laufräder, Sonderteile: wo der Druck seine Berechtigung hat
Armaturengehäuse mit inneren Strömungswegen und Innenteile – Kegel, Käfige, Sitze, geräuschmindernde Einsätze mit feinen Kanälen – sind im Pulverbett etabliert; die Hersteller qualifizieren ihre Teile selbst, und KSB ist seit 2020 vom TÜV SÜD für die additive Fertigung von Bauteilen nach Druckgeräterichtlinie zertifiziert. Laufräder mit gekrümmten Kanälen sind die Referenzanwendung, weil der Guss die Geometrie nur mit Kernen und Nacharbeit schafft. Sonderformteile – Verteiler, Adapter, Wärmetauscherkerne – sind der Fall, in dem das Verfahren gegen nichts Genormtes antritt: Es gibt das Teil sonst nicht. Und der Lichtbogen-Drahtauftrag baut große Stahlteile, Stutzen und Rohlinge, die anschließend komplett zerspant werden, dort, wo ein Schmiedestück fehlt oder zu lange dauert.
| Bauteil | Technisch | Grund | Normativ | Grund | Unser Weg |
|---|---|---|---|---|---|
| Flansch | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | große Flansche als Rohling baubar, dann komplett zerspant – wirtschaftlich nur, wo es kein Schmiedestück gibt | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | EN 1092-1 verweist auf Schmiedestücke, Gussstücke und Blech als Erzeugnisformen – ein additiv gebauter Flansch ist kein Flansch nach Norm, auch wenn Maße und Werkstoffnummer stimmen – als drucktragendes Teil braucht er ein Einzelgutachten nach DGRL | Normflansch ab Lager – geschmiedet, bescheinigt, in jeder Größe lieferbar |
| Bogen | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | große Bögen als dickwandige Schalen mit Zerspanung baubar – Nische für Größen ohne Normbogen | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | EN-10253-Formstücke werden aus Rohr oder Blech gefertigt – ein gedruckter Bogen steht außerhalb der Produktnorm und in der Druckleitung ohne Gutachten außerhalb von EN 13480 | nahtloser oder geschweißter Bogen nach EN 10253 ab Lager |
| T-Stück | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | dickwandige Sonder-T-Stücke als Rohling, komplett zerspant | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | wie beim Bogen: keine Produktnorm erfasst die additiv gebaute Form – Sonderabzweige mit innerer Geometrie sind der eine Fall, in dem der Druck Nutzen bringt – als Sonderteil mit Gutachten | T-Stück nach EN 10253 ab Lager – Sonderabzweige als geschmiedetes oder geschweißtes Sonderteil |
| Reduzierung | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | Drehen ist das Verfahren | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | wie beim Bogen – die Reduzierung ist in jeder Kombination ein Normteil ab Lager | Reduzierung nach EN 10253 ab Lager |
| Rohr | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | kurze dickwandige Sonderstücke und Stutzen als Rohling baubar | nicht sinnvoll / kein Normteil, keine Zulassung | Rohrnormen definieren gewalztes oder geschweißtes Rohr in Längen – additive Fertigung hat hier gar keine Erzeugnisform | Rohr nach EN 10216/10217 ab Lager, kurze Sonderstücke aus Stangenmaterial gedreht oder geschweißt |
| Armaturengehäuse | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | große Gehäuse als Rohling mit kompletter Zerspanung | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | Armaturengehäuse sind nach EN 1503 gegossen oder geschmiedet – ein gedrucktes Gehäuse ist als Sonder- oder Ersatzteil mit Einzelgutachten und Herstellerqualifikation möglich – zertifizierte Hersteller gibt es | Ersatzteil über den Armaturenhersteller (KSB fertigt zertifizierte Druckteile additiv), sonst Standardarmatur ab Lager |
| Armatureninnenteil | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | grob – nur für große Rohlinge | geht / zulässig | Innenteile sind Herstellerteile ohne Produktnorm – die Qualifikation des Herstellers entscheidet, nicht eine Norm – nicht drucktragend, daher kein DGRL-Werkstoffgutachten | Ersatzteil über den Hersteller, additiv gefertigt, wo er es anbietet |
| Laufrad | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | große offene Laufräder als Rohling | geht / zulässig | der Paradefall: Herstellerteil, nicht drucktragend, Geometrie, die der Guss schwer kann – bei KSB seit Jahren additiv qualifiziert | Ersatz-Laufrad über den Pumpenhersteller |
| Sonderformteil oder Verteiler | geht / zulässig | große Sonderteile, Stutzen und Rohlinge aus Stahl zu geringen Werkstoffkosten | mit Einschränkung / nur mit Einzelgutachten | keine Produktnorm greift ohnehin – das Teil ist eine Einzelkonstruktion – unter der DGRL braucht es ein Werkstoffgutachten und ab Kategorie I die Konformitätsbewertung mit dem Druckgerät, zu dem es gehört | additive Fertigung mit Einzelgutachten – oder konventionelle Sonderfertigung (geschmiedet, gedreht, geschweißt), wo die Geometrie es zulässt |
| Reparatur durch Auftragschweißen | geht / zulässig | klassisches Auftragschweißen – große Volumina, bei Bedarf vor Ort | geht / zulässig | Auftragschweißen auf ein Bestandsteil ist additive Fertigung unter dem Regelwerk des Schweißens – qualifiziertes Verfahren, geprüfter Schweißer oder Bediener, ZfP der Auftragung – die älteste und am besten geregelte Form | Reparatur durch einen qualifizierten Schweißbetrieb – oder Ersatz durch das Normteil ab Lager |
Die technischen Gründe hinter den Ampeln
- Restporosität und Dichtheit. Schichtweise Erstarrung lässt Poren zurück; ohne heißisostatisches Pressen ist die Dichtheit eines drucktragenden Teils eine Frage der Prüfung, nicht der Annahme.
- Anisotropie. Festigkeit und Zähigkeit hängen von der Aufbaurichtung ab – ein Zugversuch in einer Richtung sagt nichts über die andere; Prüfungen müssen die Richtung mitführen.
- Eigenspannungen und Verzug. Jede Schicht kühlt auf der vorigen ab; ohne Spannungsarmglühen verzieht sich das Teil beim Trennen von der Platte, beim Lichtbogenauftrag schon während des Baus.
- Oberfläche. Pulverbett Ra 5–20 µm, Lichtbogenauftrag lagenweise wellig – jede Dichtfläche, jede Passung, jedes Gewinde wird zerspant.
- Stützstrukturen und Bauraum. Überhänge brauchen Stützen, die entfernt werden müssen; der Bauraum begrenzt Pulverbettteile auf typisch bis etwa 400 mm.
- Prüfbarkeit. Ultraschall scheitert an rauer Oberfläche und komplexer Geometrie, Durchstrahlung an dicken Querschnitten – innere Fehler zeigt die Computertomografie, Probekörper je Baujob ergänzen sie (Prüfverfahren).
- Aufwand. Pulver, Maschinenstunde, Nacharbeit und Prüfung gegen Katalogware: Für ein Normteil ist das Verhältnis eindeutig – die Größenordnung je Bauteilklasse steht in der folgenden Tabelle.
| Bauteil | Größenordnung | Warum |
|---|---|---|
| Flansch | vielfach teurer | geschmiedeter Flansch ab Lager ist Massenware – das gedruckte Teil trägt Pulver, Maschinenstunden, Wärmebehandlung, Nachdrehen der Dichtfläche und das Werkstoffgutachten |
| Bogen | vielfach teurer | Formstück aus Rohr ist Massenware – das gedruckte Teil braucht Stützen und Nacharbeit innen |
| T-Stück | vielfach teurer | etwas günstiger als der Bogen, weil der Innenraum kürzer ist – bleibt weit außerhalb jeder Wirtschaftlichkeit |
| Reduzierung | vielfach teurer | wie Bogen |
| Rohr | nicht sinnvoll | Meterware gegen schichtweise Fertigung – Drucken kommt beim Rohr nur als Reparatur durch Auftragschweißen vor |
| Armaturengehäuse | vergleichbar | bei Einzelstücken entfällt das Modell für den Guss – deshalb drucken die Hersteller selbst in kleinen Stückzahlen |
| Armatureninnenteil | oft günstiger | komplexe Innenteile mit Strömungskanälen sind gedruckt oft günstiger als gefräst – sofern der Hersteller qualifiziert hat – Lieferzeit Wochen statt Monate laut Hersteller |
| Laufrad | vergleichbar | das klassische Herstellerbeispiel – Einzelstück ohne Modell – der Vorteil liegt weniger im Aufwand als in der Zeit – Wochen statt Monate laut Hersteller |
| Sonderformteil oder Verteiler | oft günstiger | wenn Innenkanäle konventionell mehrere Teile und Schweißnähte brauchen, ist der Druck oft günstiger – der eine Fall, in dem gedruckt die erste Wahl sein kann |
| Reparatur durch Auftragschweißen | oft günstiger | deshalb die Faustregel Reparieren ja, Normteil kaufen – ab etwa DN 200 gewinnt die Reparatur, bei DN 50 das Lagerteil |
Größenordnungen aus frei zugänglichen Quellen für Einzelstück und Kleinserie – keine Preise, kein Angebot. Lieferzeitangaben zu Laufrädern und Innenteilen sind Herstellerangaben.
Reparatur durch Auftragschweißen: additive Fertigung, die niemand so nennt
Verschlissene Dichtsitze aufschweißen, Wellen und Spindeln aufbauen, Wandungen plattieren, Korrosionsabtrag ausgleichen – das ist seit Jahrzehnten Alltag der Instandhaltung und technisch nichts anderes als Auftragschweißen mit gerichteter Energie (DED). Der Laser mit Pulver arbeitet präzise und mit geringer Wärmeeinbringung, der Lichtbogen mit Draht schnell und grob, bei Bedarf vor Ort. Der Unterschied zu allen anderen Bauteilklassen: Hier gibt es ein Regelwerk, das seit Jahrzehnten steht – Schweißverfahrensprüfung, Qualifikation, zerstörungsfreie Prüfung der Auftragung. Deshalb ist die Reparatur technisch und normativ der einfachste Fall.
Brücke zum Schweißen. Plattieren, Panzern und Reparaturschweißen stehen in denselben Normen wie die Schweißnaht: Verfahrensprüfung nach EN ISO 15614, Herstellung nach EN 13480-4 und AD 2000 HP, Prüfung nach den Regeln der zerstörungsfreien Prüfung. Wer additive Fertigung von dieser Seite betritt, versteht auch die neuen Regelwerke schneller: DIN/TS 17026 und EN 13445-14 übertragen den Gedanken der Verfahrensprüfung auf das Pulverbett. Eine eigene Wissenssäule zum Schweißen ist in Vorbereitung.
Ersatzteil ohne Zeichnung
Das Ersatzteil, für das es keine Zeichnung mehr gibt, entsteht in drei Schritten, egal wie es am Ende gefertigt wird: Vermessen des Altteils, Bestimmung des Werkstoffs (Stempel, Zeugnis, im Zweifel Analyse), Neuzeichnung mit Toleranzen und Werkstoffzustand. Erst dann fällt die Entscheidung – Drehen, Schmieden, Gießen, Auftragschweißen oder additiv. Bei Pumpen- und Armaturenteilen führt der Weg zum Hersteller, der sein Teil kennt und qualifiziert hat; bei allem, was eine Produktnorm hat, zum Lager. Was der Stempel am Bauteil verrät, steht unter Kennzeichnung lesen und Bauteil bestimmen.
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Der Themenkreis: Additive Fertigung im Rohrleitungsbau · Verfahren und Werkstoffe · Regelwerk und Zulassung · Eignungsmatrix · Anfragehelfer Sonderteil.
Aus dem Bestand: Werkstoffe · Werkszeugnisse nach EN 10204 · Prüfverfahren · Normen-Wegweiser · Flansche · Armaturen.
Häufige Fragen zu Metall und Stahl
Bis zu welcher Größe lässt sich ein Flansch drucken?
Im Pulverbett bis zur Bauraumgrenze, praktisch bis etwa DN 100; darüber nur als Rohling im Lichtbogenauftrag mit vollständiger Zerspanung. Beides ist gegenüber dem Schmiedeflansch ab Lager ohne technischen und ohne wirtschaftlichen Vorteil.
Warum ist ein gedrucktes Teil poröser als ein geschmiedetes?
Weil es schichtweise erstarrt: Gaseinschlüsse und nicht vollständig aufgeschmolzene Pulverpartikel bleiben als Poren zurück. Schmieden verdichtet den Werkstoff, Drucken baut ihn auf. HIP schließt die Poren nachträglich.
Wie prüft man ein gedrucktes Teil auf innere Fehler?
Mit Computertomografie, ergänzt durch Probekörper aus demselben Baujob (Zugversuch, Kerbschlag, Gefüge). Ultraschall und Durchstrahlung sind an rauen Oberflächen und komplexen Geometrien nur eingeschränkt einsetzbar.
Kann ich ein Armaturengehäuse drucken lassen?
Der Hersteller kann es – als Ersatz- oder Sonderteil mit seiner Qualifizierung und, bei Druckgeräten, mit Einzelgutachten. Für Standardarmaturen ist die Lagerware der Weg.
Was ist mit Reparaturschweißen an einem Flansch?
Dichtflächen aufschweißen und neu bearbeiten ist zulässig und üblich – nach dem Regelwerk des Schweißens, mit Verfahrensprüfung und Prüfung der Auftragung. Ob es sich gegenüber dem neuen Flansch ab Lager lohnt, entscheidet die Größe.
Flansche, Formstücke, Rohre und Armaturen ab Lager
Nennen Sie uns Bauteil, Norm, Werkstoff und Größe – wir liefern geschmiedet, gewalzt oder gegossen, bescheinigt nach EN 10204, ab Lager oder auf Bestellung.
Jetzt anfragenIhre Anfrage an Zickwolff
Senden Sie uns, was Sie haben – Bezeichnung, Norm, Menge, Termin. Den Rest klären wir mit Ihnen.
Eine Position oder eine Frage
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Nicht lagernd? Wir beschaffen es – auch Einzelteile.
Bezeichnung, Norm und Menge genügen.
Mehrere Positionen
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200 Positionen? Eine Stückliste genügt – wir liefern komplett.
Als Datei anhängen.
Hilfreich, falls schon bekannt: Projekt und Land, Termin, Zeugnisse, Verpackung und Sprache der Packlisten. Fehlt etwas, fragen wir nach.
Es eilt
Express anfragen
Bis wann brauchen Sie es? Express-Lieferung, auf Wunsch bis auf die Baustelle.
Schreiben Sie dazu, bis wann Sie das Material brauchen – wir sagen Ihnen, was möglich ist.
Fachliche Grundlage: ISO/ASTM 52900 (Terminologie), DIN/TS 17026:2020-10 und E DIN EN 13445-14:2025-01 (Anwendungsbereiche), Richtlinie 2014/68/EU Anhang I Nr. 4, EN 1092-1, EN 10253, EN 10216/10217, EN 10204, ASME PTB-13-2021, API Std 20S (2025), DNV-ST-B203 (2025), UBA-Bewertungsgrundlage für metallene Werkstoffe (2026) – jeweils aus den frei zugänglichen Anwendungsbereichen und Rechtstexten; Herstellerangabe KSB zur zertifizierten Fertigung (2020). Einschätzungen der Eignung sind unsere; die verbindliche Bewertung eines drucktragenden Teils liegt bei der benannten Stelle und beim Hersteller. Keine Preise, keine Lieferzusage. Angaben ohne Gewähr.