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Grundlagen · Verbindungstechnik

Rohrgewinde erklärt: R, Rp und Rc, G und NPT im Vergleich

Drei Gewindesysteme, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen – und doch nicht zusammenpassen: das im Gewinde dichtende R/Rp/Rc-System nach DIN EN 10226-1, das zylindrische G-Gewinde nach ISO 228-1 und das amerikanische NPT nach ASME B1.20.1. Diese Seite zeigt, wie jedes System dichtet, welche Maße dahinter stehen – und welche Kombinationen funktionieren. Sie gilt werkstoffübergreifend: für Temperguss-, Stahl- und Edelstahl-Gewindefittings gleichermaßen.

Kegelig/zylindrisch
R / Rp, Rc (DIN EN 10226-1/-2, ISO 7-1)
Zylindrisch
G (DIN EN ISO 228-1)
US-System
NPT (ASME B1.20.1)
Flankenwinkel
55° (R/Rp/G) bzw. 60° (NPT)

Die wichtigste Regel vorweg: Verbunden wird nur gleiche Gewindeart mit gleicher Gewindegröße. „Sieht passend aus und lässt sich ansetzen“ genügt nicht – NPT wird auf R oder G nie dauerhaft dicht, und auch R und G sind trotz gleicher Nennmaße keine dichtende Paarung.

Dichtprinzipien der drei Rohrgewinde-Systeme im Schnitt Drei schematische Längsschnitte: links das kegelige R-Außengewinde im zylindrischen Rp-Innengewinde mit Dichtzone im Gewinde, in der Mitte die zylindrische G-Paarung mit Dichtring an der Bundfläche, rechts die beidseitig kegelige NPT-Paarung mit Dichtzone im Gewinde. Flankenwinkel 55 Grad bei R/Rp und G, 60 Grad bei NPT. Prinzipskizzen, nicht maßstäblich R × Rp · EN 10226-1 dichtet im Gewinde 55° Kegel 1:16 R (kegelig) × Rp (zylindrisch) G × G · ISO 228-1 Dichtring am Bund 55° zylindrisch Bund nicht im Gewinde dichtend NPT × NPT · ASME B1.20.1 dichtet im Gewinde 60° Kegel 1:16, beidseitig nicht kompatibel mit R/Rp/G
Die drei Dichtprinzipien im Schnitt: R × Rp dichtet in der Gewindepaarung, G × G über einen Dichtring an der Bundfläche, NPT × NPT wieder im Gewinde – aber mit 60°-Profil. Eigene Prinzipskizze.
Systemvergleich

Die drei Gewindesysteme im Überblick

Alle drei Systeme stammen aus derselben Aufgabe – Rohre und Fittings lösbar und druckdicht zu verbinden – und haben doch unterschiedliche Antworten gefunden. Die europäische Welt nutzt das Whitworth-Profil mit 55° Flankenwinkel in zwei Varianten (kegelig dichtend und zylindrisch mit Dichtring), die amerikanische das eigene 60°-Profil NPT:

Rohrgewinde-Arten im Vergleich: R/Rp/Rc, G und NPT
MerkmalR / Rp / RcGNPT
NormDIN EN 10226-1/-2 (ISO 7-1)DIN EN ISO 228-1ASME B1.20.1
Frühere NormDIN 2999DIN 259
HandelsnameBSPT (Whitworth, kegelig)BSPP (Whitworth, zylindrisch)National Pipe Taper
AußengewindeR – kegelig 1:16G – zylindrischkegelig 1:16
InnengewindeRp zylindrisch (Teil 1) bzw. Rc kegelig (Teil 2)G – zylindrischkegelig 1:16
Flankenwinkel55°55°60°
Dichtprinzipim Gewinde (metallische Pressung, mit geeignetem Dichtmittel)nicht im Gewinde – Dichtring an einer Bundflächeim Gewinde (mit geeignetem Dichtmittel)
Bezeichnung (Beispiel)R 1/2, Rp 1/2G 1/21/2–14 NPT
Typische VerwendungGewindefittings (Temperguss, Stahl, Edelstahl), Gewinderohre EN 10255, ArmaturenVerschraubungen, Überwurfmuttern, Armaturen- und Geräteanschlüsse, ManometerUS-amerikanisch geprägte Anlagen, Schmiedefittings nach ASME B16.11
R / Rp / Rc

R, Rp und Rc: das im Gewinde dichtende System (DIN EN 10226)

Der europäische Standard bei Gewindefittings: Das kegelige Außengewinde R (Kegel 1:16) wird in das zylindrische Innengewinde Rp eingeschraubt – oder in das kegelige Innengewinde Rc nach Teil 2 der Norm. Beim Anziehen verpressen sich die Gewindeflanken metallisch; zusammen mit einem geeigneten Dichtmittel (Hanf mit Dichtpaste, PTFE-Band oder anaerobes Dichtmittel, Details auf der Tempergussfittings-Seite) entsteht die Dichtwirkung im Gewinde selbst. Die DIN EN 10226 hat die frühere DIN 2999 abgelöst; die Gewindemaße entsprechen der internationalen ISO 7-1.

Die Maße je Gewindegröße – vom Lehrdurchmesser über die Steigung bis zum Außendurchmesser des zugehörigen Gewinderohrs nach EN 10255:

Rohrgewinde nach DIN EN 10226-1: Kennmaße je Gewindegröße (Auszug aus der Maßtabelle)
Gewinde­größeDNLehr-Ø [mm]Steigung [mm]Gänge je ZollGewinderohr Außen-Ø [mm]
1/869,7280,9072810,2
1/4813,1571,3371913,5
3/81016,6621,3371917,2
1/21520,9551,8141421,3
3/42026,4411,8141426,9
12533,2492,3091133,7
1 1/43241,9102,3091142,4
1 1/24047,8032,3091148,3
25059,6142,3091160,3
2 1/26575,1842,3091176,1
38087,8842,3091188,9
4100113,0302,30911114,3

Lehrdurchmesser = Außendurchmesser des R-Gewindes in der Lehrebene. Vollständige Tabelle inkl. Einschraubbereichen und Gewinderohr-Reihen M/H in der Datenbasis der Wissensdatenbank (EN 10226-1 / EN 10255).

Auffällig: Ein R 1/2-Gewinde misst außen rund 21 mm, nicht 12,7 mm. Die Zollangabe ist eine historische Nenngröße, die sich ursprünglich an der Rohr-Innenweite orientierte – der häufigste Messfehler bei der Gewindebestimmung. Die zugehörigen Gewinderohre (früher DIN 2440/2441) erklärt die Seite DIN 2440/2441 heute: EN 10255.

G-Gewinde

G: das zylindrische Whitworth-Gewinde (ISO 228-1)

Das G-Gewinde nach DIN EN ISO 228-1 (früher DIN 259, international BSPP) ist innen wie außen zylindrisch. Es dichtet nicht im Gewinde: Das Gewinde übernimmt nur die mechanische Verbindung, die Abdichtung erfolgt über einen Dichtring, der an einer Bundfläche verpresst wird – das Prinzip von Verschraubungen, Überwurfmuttern und Geräteanschlüssen. Deshalb lässt sich eine G-Verbindung wiederholt lösen und mit neuem Dichtring wieder montieren, ohne dass das Gewinde „verbraucht“ wird.

Die Verwechslungsfalle mit Rp: G- und Rp-Innengewinde haben dieselben Nennmaße für Durchmesser und Profil – der Unterschied liegt im Toleranzfeld. Das G-Innengewinde hat im Kern- und Flankendurchmesser nur positive Abmaße, das Rp-Gewinde eine beidseitige Toleranz. Ein kegeliges R-Außengewinde lässt sich darum zwar in ein G-Innengewinde einschrauben, sitzt dort aber etwa einen Gewindegang tiefer, und an den Gewindespitzen bleibt ein größerer Freiraum – ein Leckpfad. Umgekehrt gilt: Ein zylindrisches G-Außengewinde gehört nicht in ein Rp-Innengewinde, das Innengewinde kann zu eng sein.

NPT

NPT: das amerikanische Rohrgewinde (ASME B1.20.1)

Das NPT-Gewinde (National Pipe Taper) nach ASME B1.20.1 ist das Standard-Rohrgewinde des US-amerikanischen Marktes – etwa bei Schmiedefittings nach ASME B16.11. Anders als beim europäischen System sind Außen- und Innengewinde beide kegelig (Kegel 1:16). Beim Kraftanzug vergrößert sich die Einschraublänge, viele Gewindegänge tragen gleichzeitig, und mit einem geeigneten Dichtmittel dichtet die Verbindung im Gewinde.

Trotz des ähnlichen Prinzips ist NPT nicht mit R/Rp oder G kombinierbar – in keiner Größe: Der Flankenwinkel beträgt 60° statt 55°, bei mehreren Größen weicht die Gangzahl ab, und auch Durchmesser und Toleranzlage folgen einem anderen Maßsystem. Auch dort, wo die Gangzahl zufällig übereinstimmt, entsteht darum keine tragfähige, dauerhaft dichte Verbindung:

NPT-Gangzahlen nach ASME B1.20.1 im Vergleich zur R-Gangzahl nach EN 10226-1
GrößeNPT: Gänge je ZollR: Gänge je ZollGangzahl gleich?
1/82728nein
1/41819nein
3/81819nein
1/21414ja – trotzdem inkompatibel
3/41414ja – trotzdem inkompatibel
1 bis 211½11nein
2 1/2 bis 4811nein

Mehr zur amerikanischen Flanschwelt und den Class-Stufen zeigt die Vergleichsseite DIN EN 1092-1 vs. ASME B16.5.

Was passt zu was?

Kombinationsregeln: was zusammenpasst – und was nie dicht wird

Funktioniert

Dichtende Paarungen

R × Rp und R × Rc – das System der EN 10226; herstellerübergreifend kombinierbar, solange Gewindeart und Gewindegröße übereinstimmen.
G × G – mit Dichtring an der Bundfläche.
NPT × NPT – mit geeignetem Dichtmittel.

Vermeiden

Scheinbar passende Paarungen

R × G – einschraubbar, aber Leckpfad an den Gewindespitzen (Toleranzfeld).
G × Rp – Innengewinde kann zu eng sein.
NPT × R/Rp/G – 60° trifft 55°: wird nie dauerhaft dicht.

Für die Praxis heißt das: Bei übereinstimmender Gewindeart und Gewindegröße verbindet sich ein Fitting von Hersteller A problemlos mit dem Gegenstück von Hersteller B – das Gewinde ist die genormte Schnittstelle. Die Baulängen und Außenkonturen der Fittingkörper können sich dagegen je nach Hersteller und Produktreihe unterscheiden; bei Ersatz in bestehende Installationen im Zweifel nachmessen.

Gewindeabdichtung

Womit dichtet man: Hanf, PTFE-Band, Dichtfaden oder anaerobes Dichtmittel?

Die im Gewinde dichtenden Systeme (R/Rp, Rc, NPT) brauchen ein geeignetes Dichtmittel im Gewinde. Die Anforderungen an Dichtmittel für metallene Gewindeverbindungen regelt die Normenreihe EN 751: Teil 1 anaerobe Dichtmittel, Teil 2 nicht härtende Dichtmittel (Pasten, auch in Kombination mit Hanf), Teil 3 ungesinterte PTFE-Bänder und -Fäden. Beim G-Gewinde stellt sich die Frage nicht – es dichtet nicht im Gewinde, sondern über einen Dichtring an der Bundfläche (zur Dichtungsauswahl: Flachdichtungen erklärt).

Dichtmittel für im Gewinde dichtende Rohrgewinde im Vergleich
DichtmittelPrinzip / EN-751-TeilStärkenGrenzen und typische Fehler
Hanf + Dichtpaste Fasern füllen den Gewindespalt, nicht härtende Paste (Teil 2) dichtet und schmiert spaltfüllend und toleranzausgleichend – die Verbindung lässt sich zum Ausrichten geringfügig zurückdrehen; günstig; bewährt bei R/Rp-Metallgewinden Verarbeitung braucht Übung; typische Fehler: zu viel Hanf, Verunreinigung; bei Sauerstoff ungeeignet; auf Kunststoffgewinden nicht empfohlen (Fasern quellen)
PTFE-Band ungesintertes Band (Teil 3), in Einschraubrichtung gewickelt sauber und schnell in der Anwendung; chemisch weitgehend beständig; kein Aushärten nötig nicht nachjustierbar – Zurückdrehen macht die Verbindung undicht; Wickelrichtung und Lagenzahl entscheidend; Bandreste im System vermeiden
PTFE-Dichtfaden Faden mit Dichtpaste (Teil 3), frei dosierbar einfach und schnell anzuwenden; je nach Herstellerangabe ist ein Nachjustieren zum Ausrichten zulässig; auch für Kunststoffgewinde geeignet teurer als Band oder Hanf; Zulassungen (Gas, Trinkwasser) je Produkt prüfen
Anaerobes Dichtmittel härtet unter Luftabschluss zwischen Metallflächen aus (Teil 1) hohe Dichtwirkung ohne Faser- oder Bandreste im System; gut dosierbar nur für Metallgewinde; Grenzen bei inaktiven Werkstoffen (z. B. Edelstahl – ggf. Aktivator nötig) und großen Spalten; Demontage schwerer; Aushärtezeit beachten

Die Auswahl richtet sich immer nach Medium, Temperatur, Werkstoff und Zulassung: Bei Gas dürfen nur zugelassene Dichtmittel eingesetzt werden, bei Trinkwasser nur dafür geeignete Produkte laut Herstellerangabe, und bei Sauerstoff ist Hanf ungeeignet. Praxisregeln zur Montage – Hanfmenge, Wickelrichtung, freizuhaltende Gewindegänge – zeigt der Abdichtungs-Abschnitt der Tempergussfittings-Seite.

Bezug bei Zickwolff: Hanf, Dichtpaste, PTFE-Dichtband und Dichtfäden führen wir als Montagezubehör im Sortiment. Im Online-Shop sind diese Artikel derzeit nicht gelistet – fragen Sie sie einfach bei Ihrer Bestellung mit an oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Gewinde bestimmen

Unbekanntes Gewinde bestimmen: drei Prüfschritte

  1. Kegelig oder zylindrisch? Beim kegeligen Außengewinde (R, NPT) nimmt der Außendurchmesser zum Gewindeende hin messbar ab – am ersten und letzten vollen Gewindegang mit dem Messschieber vergleichen. Bleibt der Durchmesser konstant, ist es ein zylindrisches Gewinde (G).
  2. Durchmesser und Gangzahl messen. Den größten Außendurchmesser mit der Maßtabelle oben abgleichen (Vorsicht Zoll-Falle: R 1/2 ≈ 21 mm). Die Gangzahl je Zoll (25,4 mm) zählen oder mit einer Gewindeschablone prüfen – bei 1/8, 1/4, 3/8 und oberhalb 1 Zoll unterscheidet sie R von NPT.
  3. Flankenwinkel prüfen. Mit der Gewindeschablone: 55° bedeutet Whitworth (R/Rp/G), 60° bedeutet NPT.

Wenn Stempelung fehlt und die Messung kein eindeutiges Bild ergibt: Fotos und Maße an unsere Teile-Identifikation schicken – wir grenzen Typ, Norm und Ersatzmöglichkeit ein. Wie Kennzeichnungen auf Rohrleitungsteilen generell zu lesen sind, zeigt Kennzeichnung lesen.

Häufige Fragen zu Rohrgewinden

Sind R- und Rp-Gewinde miteinander kompatibel?

Ja – sie gehören als Paar zusammen: Das kegelige Außengewinde R wird in das zylindrische Innengewinde Rp (bzw. das kegelige Innengewinde Rc) eingeschraubt. Genau diese Paarung ist das im Gewinde dichtende System nach DIN EN 10226-1/-2, der europäische Standard bei Gewindefittings.

Kann ich ein kegeliges R-Gewinde in ein G-Innengewinde einschrauben?

Mechanisch lässt es sich einschrauben, weil Rp- und G-Innengewinde dieselben Nennmaße haben. Das G-Gewinde hat aber ein anderes Toleranzfeld (nur positive Abmaße) – an den Gewindespitzen bleibt ein größerer Freiraum und damit ein Leckpfad. Für im Gewinde dichtende Verbindungen ist die Kombination deshalb nicht geeignet. Umgekehrt gilt: Ein zylindrisches G-Außengewinde gehört nicht in ein Rp-Innengewinde – das Innengewinde kann zu eng sein.

Passt ein NPT-Gewinde auf ein R- oder G-Gewinde?

Nein – in keiner Größe. NPT nach ASME B1.20.1 hat einen Flankenwinkel von 60 Grad statt 55 Grad, bei mehreren Größen andere Gangzahlen und ein eigenes Maßsystem für Durchmesser und Toleranzen. Die Teile lassen sich teilweise ansetzen, tragen aber nicht sauber – die Verbindung wird nie dauerhaft dicht.

Womit dichte ich ein Rohrgewinde am besten ab?

Für die im Gewinde dichtenden Systeme R/Rp und NPT kommen Hanf mit Dichtpaste, PTFE-Band, PTFE-Dichtfaden oder anaerobe Dichtmittel infrage – die Anforderungen regelt die Normenreihe EN 751. Die Wahl richtet sich nach Medium, Temperatur, Werkstoff und Zulassung: Bei Gas sind nur zugelassene Dichtmittel erlaubt, bei Sauerstoff ist Hanf ungeeignet. Ein G-Gewinde dichtet dagegen nicht im Gewinde, sondern über einen Dichtring an der Bundfläche.

Warum ist ein 1/2-Zoll-Rohrgewinde nicht 12,7 mm groß?

Die Zoll-Angabe ist eine historische Nenngröße, die sich ursprünglich an der Innenweite des Rohres orientierte – nicht am Gewindedurchmesser. Ein R 1/2-Gewinde misst außen rund 21 mm (Lehrdurchmesser 20,955 mm), das zugehörige Gewinderohr DN 15 hat 21,3 mm Außendurchmesser. Wer ein Gewinde mit dem Messschieber bestimmen will, braucht deshalb die Maßtabelle.

Was bedeuten BSP, BSPT und BSPP?

Das sind die englischen Handelsbezeichnungen der Whitworth-Rohrgewinde: BSPT (British Standard Pipe Taper) ist das kegelige System – heute R/Rp/Rc nach DIN EN 10226 bzw. ISO 7-1. BSPP (British Standard Pipe Parallel) ist das zylindrische G-Gewinde nach ISO 228-1. Beide haben 55 Grad Flankenwinkel und sind nicht mit dem amerikanischen NPT zu verwechseln.

Welches Gewinde haben Gewindefittings aus Temperguss, Stahl oder Edelstahl?

Im europäischen Markt üblicherweise das im Gewinde dichtende System nach DIN EN 10226-1: kegeliges Außengewinde R, zylindrisches Innengewinde Rp. Verschraubungen und Anschlussteile können zusätzlich flach dichtende Paarungen mit G-Gewinde und Dichtring nutzen. Maßgeblich sind immer die Katalogangaben des konkreten Produkts.

Woran erkenne ich, welches Rohrgewinde ich vor mir habe?

Drei Prüfschritte: (1) Kegelig oder zylindrisch? Beim kegeligen Außengewinde nimmt der Durchmesser zum Gewindeende hin messbar ab. (2) Durchmesser und Gangzahl messen und mit der Maßtabelle vergleichen – R und G teilen die Nennmaße, NPT weicht bei mehreren Größen ab. (3) Flankenwinkel prüfen (Gewindeschablone): 55 Grad bei R/Rp/G, 60 Grad bei NPT. Im Zweifel hilft unsere Teile-Identifikation mit Foto und Maßen weiter.

← Zur Wissensübersicht

Fachliche Grundlage: DIN EN 10226-1/-2 (früher DIN 2999, Maße nach ISO 7-1), DIN EN ISO 228-1 (früher DIN 259), ASME B1.20.1, ASME B16.11, EN 10255 sowie die Maßdatenbasis der Zickwolff-Wissensdatenbank. Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind stets die aktuellen Normtexte und die technischen Datenblätter der Hersteller. Redaktionell geprüft: Juli 2026. Berücksichtigter Normenstand: Juli 2026.