Presssysteme · Werkzeug
Wirtschaftlichkeitsrechner: Was kostet die Verbindung – gepresst, geschweißt, genutet oder geflanscht?
Der Pressverbinder kostet mehr als das Schweißformstück; die Schweißnaht kostet mehr Zeit, Qualifikation und Nebenarbeit. Ob sich der Materialaufschlag rechnet, entscheidet nicht der Prospekt, sondern Ihr Projekt: Wie viele Verbindungen, welche Dimension, welcher Stundensatz, wie viel Brandwache und Prüfung – und was eine Stunde Stillstand kostet. Dieser Rechner stellt diese Größen für Pressen, Schweißen, Rollnut und Flansch nebeneinander: mit zwei Angaben als Zeitvergleich, mit Stundensatz und Ihren Zahlen als Kostenvergleich. Er ist ein Modell, kein Angebot – und er ersetzt die Kalkulation und die Herstellerfreigabe nicht.
- Verfahren
- Pressen · Schweißen · Rollnut/Kupplung · Flansch · Gewinde
- Pflicht
- Dimension · Formstücke
- Optional
- Stundensatz, Arbeitsbedingungen, Monteure, Minuten, Material, Nebenarbeiten, Stillstand
- Voreinstellungen
- Montagezeiten je Verfahren und Dimensionsklasse als grobe Richtwerte – änderbar
Wirtschaftlichkeitsrechner: Zeit, Kosten, Stillstand
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet. Ohne Stundensatz vergleicht der Rechner nur die Zeit.
Genauer rechnen: Monteure, Minuten, Material, Nebenarbeiten, Stillstand
Flansch: Die Minuten gelten für das Verschrauben (Dichtung einsetzen, Schrauben anziehen). Das Anschweißen der beiden Flansche rechnet der Rechner mit zwei Schweißnähten hinzu – Minuten aus der Spalte Schweißen, sonst deren Voreinstellung, wie dort inklusive Ablängen und Einrichten.
Eine Modellrechnung mit Ihren Parametern – sie ersetzt weder die Kalkulation noch die Herstellerfreigabe. Preise werden nicht genannt.
Beispielrechnung: zwei Szenarien, nur Zeiten
Gerechnet mit den Voreinstellungen dieses Rechners und fiktiven Eingaben. Ohne Material und ohne Preise: Pressverbinder kosten mehr als Schweißformstücke – das gehört in Ihre eigene Rechnung.
- A: Neubau, Heizungsverteilung DN 50 in einer Halle – DN 32-50, 6 Bögen, 2 T-Stücke, 1 Muffen/Kupplungen (= 20 Verbindungen), Arbeitsbedingungen: normal – Baustelle.
- B: Instandhaltung, Kühlwasserleitung DN 50 in laufender Produktion – DN 32-50, 3 Bögen, 2 T-Stücke (= 12 Verbindungen), Arbeitsbedingungen: erschwert – Bestand, beengt, in der Höhe.
| Verfahren | A: Montagezeit [h] | B: Montagezeit [h] | B: Anlagenstillstand [h] |
|---|---|---|---|
| Pressen | 1,7 | 1,4 | 1,4 |
| Schweißen | 7,8 | 6,2 | 7,2 |
| Gewinde | 4,3 | 3,4 | 3,4 |
| Flansch | 20,5 | 16,4 | 17,4 |
Anlagenstillstand = Montagezeit, bei heißen Arbeiten (Schweißen, Flansch) zuzüglich 1 h Nachkontrolle (Annahme für dieses Beispiel). Rollnut/Kupplung fehlt im Beispiel: praxisüblich erst ab DN 65.
So rechnen Sie
- Zeitvergleich: Dimension und die Formstücke genügen – der Rechner zählt daraus die Verbindungen (Bogen 2, T-Stück 3, Muffe 2) und zeigt je Verfahren die Montagezeit. Reduzierungen und reduzierte T-Stücke zählen Sie wie Muffe bzw. T-Stück der größeren Dimension; bei den breiten Dimensionsklassen des Rechners bleibt eine Reduzierung meist in derselben Klasse. Die Arbeitsbedingungen rechnen alle Verfahren gleichmäßig hoch: gut für Werkstatt und freie Zugänglichkeit, normal für die Baustelle, erschwert für Arbeiten im Bestand, beengt oder in der Höhe.
- Kostenvergleich: Mit Ihrem Stundensatz kommen die Kosten dazu. Unter „Genauer rechnen“ tragen Sie Monteure, Materialkosten je Formstück, Rüstzeit, Prüfung und – nur bei heißen Arbeiten – Brandwache und Erlaubnisschein ein. Sobald feste Kosten oder Material eingetragen sind, nennt der Rechner, ab wie vielen Formstücken sich ein Verfahren gegenüber dem gewählten Bezug rechnet.
- Stillstand: Für Industrie und Instandhaltung tragen Sie die Stillstandskosten je Stunde ein. Bei laufender Produktion ist die Montagezeit oft die kleinste Position – entscheidend wird, wie lange die Leitung leer und kalt sein muss.
Woher die Voreinstellungen kommen – und warum Sie sie ändern sollten
Die Montagezeiten je Verfahren und Dimensionsklasse sind Voreinstellungen – grobe Richtwerte und Erfahrungswerte, keine Messwerte Ihrer Baustelle. Sie gelten für eine Verbindung unter guten Bedingungen, inklusive Ablängen und Einrichten, und stehen für Pressen, Rollnut, Gewinde und Schweißen auf derselben Grundlage, damit kein Verfahren durch die Wahl der Zahlen bevorzugt wird. Wie weit Ihre Baustelle davon abweicht – Zugänglichkeit, Einbaulage, Witterung, Wanddicke –, stellen Sie mit den Arbeitsbedingungen ein; sie gelten für alle Verfahren gleich. Zur Einordnung steht neben den Werten eine Spanne für Baustellenbedingungen. Der Flansch wird als Verschrauben gerechnet; das Anschweißen der beiden Flansche rechnet der Rechner mit zwei Schweißnähten hinzu. Für Dimensionen ab DN 125 gibt es keine Voreinstellung – dort rechnet der Rechner mit Ihren Zeiten. Herstellerangaben wie „bis zu 60 % weniger Zeit als Schweißen“ (Viega Megapress, bis zu 80 % in XL) nennen wir auf den Systemseiten als solche; sie gehen nicht als Zahl in die Rechnung ein. Jede Zeit lässt sich überschreiben. Wer eigene Erfahrungswerte hat – aus dem letzten Projekt, aus der Nachkalkulation –, trägt sie ein und bekommt ein Ergebnis, das zu seinem Betrieb passt. Dimension, Lage, Zugänglichkeit, Werkstoff und Wanddicke verändern die Zeiten erheblich; der Rechner bildet das über die Dimensionsklasse und Ihre Rüstzeit ab, nicht über eine Formel, die alles kennt.
Was der Rechner nicht kann
Er prüft nicht, ob ein Verfahren für Ihre Anwendung überhaupt zulässig ist – das tun der Systemfinder für Medium, Rohr und Dimension und die Vergleichsmatrix für die technischen Kriterien. Er kennt keine Tarife, keine Zuschläge, keine Regionen und keine Preise; die Materialkosten sind Ihre Eingabe. Er rechnet mit Durchschnitten je Dimensionsklasse, nicht mit Ihrer konkreten Einbaulage. Und er ersetzt weder die Kalkulation des Fachbetriebs noch die Auslegung noch die Freigabe des Herstellers. Was er kann: die Größen, die in der Diskussion „Pressen oder Schweißen“ meist nur gefühlt werden, in eine Reihenfolge bringen – nachvollziehbar, mit sichtbaren Annahmen, für Ihre Zahlen.
Rohr, Verbinder und Formstücke für Ihr Ergebnis
Nennen Sie Verfahren, Dimension, Werkstoff und Stückzahl – wir melden uns mit Verfügbarkeit, ab Lager oder auf Bestellung, und liefern für Pressen, Schweißen, Nuten oder Flanschen alles aus einem Lager.
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Schreiben Sie dazu, bis wann Sie das Material brauchen – wir sagen Ihnen, was möglich ist.
Fachliche Grundlage: Voreinstellungen der Montagezeiten je Verfahren und Dimensionsklasse als grobe Richtwerte auf einheitlicher Grundlage für alle Verfahren, ergänzt um Erfahrungswerte aus unserer Beratung. Der Rechner ist eine Modellrechnung ohne Preise; alle Eingaben sind Annahmen des Nutzers. Angaben ohne Gewähr – er ersetzt die Kalkulation, die Auslegung und die Herstellerfreigabe nicht.